Publikation: Design in öko-sozialen Transformationsprozessen – Eine explorative Betrachtung seiner Wirkung
Wie lässt sich die Wirkung von Design greifbar machen, wenn sie sich klassischen Kennzahlen entzieht? Dieser Frage widmet sich der Beitrag von Martina Fineder (Bergische Universität Wuppertal), Carolin Baedeker (Wuppertal Institut), Felix Fastenrath (Bergische Universität Wuppertal), Katja Kremser (Bergische Universität Wuppertal) und Christa Liedtke (Wuppertal Institut und Bergische Universität Wuppertal ) aus dem Verbundprojekt transform.NRW. Der Text ist im Tagungsband „What could possibly go wrong?“ zur DGTF Annual Conference 2024 an der Hochschule Luzern erschienen, herausgegeben von Merle Ibach, Andrea Augsten und Axel Vogelsang.
Im Zentrum des Papers steht der Versuch, die transformative Kraft von Design, Kunst und Kultur greifbar zu machen. Politik und Wirtschaft setzen gerne auf Wirkungen, die sich in messbaren Kategorien ausdrücken lassen. Für Design, Kunst und Kultur ist das ein Dilemma: Ihre gesellschaftliche Relevanz zeigt sich oft gerade dort, wo sich klassische Erfolgsindikatoren nicht greifen lassen. Der Beitrag nimmt dieses Spannungsfeld auf und fragt, wie sich Wirkungspotenziale von Design, Kunst und Kultur dennoch nachvollziehbar machen lassen, ohne sie in ein rein wirtschaftliches Bewertungsraster zu pressen.
Zugrunde liegt die Annahme, dass Designprojekte die transformative Fähigkeit besitzen, bestehende Strukturen wie Lebens- und Produktionsverhältnisse aufzuzeigen und in neue, nachhaltige Verhältnisse und Muster zu überführen. Konkret geht es um die prozesshafte Befragung von Good-Practice-Beispielen hinsichtlich ihrer Wirkungspotenziale. Für diesen Teil des kollektiven und interdisziplinären Kuratierungsprozesses wurde eigens das Format der Good Practice Breakfasts entwickelt. Als heuristischer Rahmen zur Einordnung der Beispiele dient dabei eine Kombination aus Theories of Change und den Nachhaltigkeitszielen (SDGs).
Anhand von zwei Beispielen zeigt der Beitrag, dass Methode und Format im Zusammenspiel einen bedeutenden Diskursraum eröffnen, in dem sowohl eine dialogische Wissens- und Bedeutungsproduktion als auch gemeinsames Lernen gefördert werden. Die fortschreitende Dokumentation als Erzählhistorie und Wissensfundus soll langfristig zur Entwicklung eines gemeinsamen Fundaments einer Transformations- und Nachhaltigkeits-Literacy beitragen.
Der vollständige Beitrag steht hier als PDF frei zugänglich zur Verfügung.