Good Practice

Green Monday

Green Monday

Wie kann ein Konzerthaus seine Klimabilanz verbessern? Im Projekt Green Monday beschäftigte sich die Tonhalle Düsseldorf intensiv mit dieser Frage. Gemeinsam mit dem Publikum und dem hauseigenen Orchester, den Düsseldorfer Symphonikern, testete sie verschiedene Maßnahmen, um den CO₂-Fußabdruck eines Konzertabends zu reduzieren und einen neuen Standard für umweltfreundliche Konzerte zu setzen.
In elf Symphoniekonzerten von August 2023 bis Juni 2024 widmeten sie sich verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen, von Energieeffizienz über Abfallmanagement bis hin zur umweltfreundlichen Anreise. An jedem Green Monday wurde eine Maßnahme zur Reduktion der CO₂-Emissionen ausprobiert.
Im „Green Star Talk“ vor jedem Konzert waren Expert*innen zum jeweiligen Thema des Abends zu Gast, Initiativen und Organisationen informierten im Foyer. Es wurden Maßnahmen umgesetzt wie das Ausschalten unnötiger Lichtquellen, vegane und vegetarische Speisenangebote, digitale Programmhefte oder das Absenken der Saaltemperatur. Das Publikum stimmte darüber ab, ob die konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahme des Konzertabends beibehalten werden sollten – jedes Mal war die Mehrheit dafür.
Musikalisch spiegelte sich das Thema Nachhaltigkeit in Auftragswerken von elf internationalen Komponistinnen und Komponisten wider, die zu Themen wie „Recycling“ oder „Digitalisierung“ komponierten. An jedem Green Monday wurde ein Stück zum Auftakt des Symphoniekonzerts uraufgeführt.
Das Projekt wurde mit einem der renommiertesten Preise für klassische Musik ausgezeichnet: Der Green Monday der Tonhalle Düsseldorf erhielt den OPUS KLASSIK 2024 in der Kategorie „Innovationspreis für Nachhaltigkeit“.

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Projektbeteiligte
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Erscheinungsjahr:
2023
Orte:
Düsseldorf

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Kontakt:
nachhaltigkeit@tonhalle.de
Werkkategorie:
Veranstaltungsreihe
Links:
Gefördert durch:
Landeshauptstadt Düsseldorf (Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz)
Grafisches Modell der Methode „Map/ing Sustainability“ mit konzentrischen Kreisen und ausgewählten SDG-Symbolen. Es zeigt den Analyseansatz von Map/ing Sustainability, der potentielle Nachhaltigkeitswirkungen anhand der miteinander verknüpften Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sichtbar macht. Die konzentrischen Kreise stehen für die Wirkungsketten, die kausal aus einem Good Practice Projekt folgen: Input, Activities, Outputs, Outcomes und Impacts. Das Diagramm nutzt das Drei-Ebenen-Modell des Weltressourcenrats als Grundlage: Einzelne Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind den Ebenen zugeordnet und verdeutlichen, dass Nachhaltigkeitswirkungen nicht isoliert betrachtet werden, sondern in ihren Wechselwirkungen zwischen ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimensionen. Die Grafik dient als Orientierungsmodell für die gemeinsame Analyse von Produkten, Geschäftsmodellen, Infrastrukturen, Performances oder Kunstwerken.
Map/ing Sustainability: Analyse der Wirkungspotenziale des Projektes hinsichtlich der SDGs
SDG‑Modell: Sortierung der adressierten Nachhaltigkeitsziele in drei Ebenen: Natürliche Ressourcen, Versorgungssysteme, Gutes Leben